Freddy Reitz wuchs in Deutschland und in den USA auf. Durch die häufigen Ortswechsel, denen sie durch den Beruf ihres Vaters bereits in ihrer Jugend ausgesetzt war, interessierte sie sich schon in frühen Jahren für die Allgegenwärtigkeit der Kunst. Nach der Schule studierte Freddy Reitz Kommunikation und arbeitete als Beraterin für Saatchi & Saatchi – behielt dabei aber den Wunsch, künstlerisch tätig zu sein, stets im Blick.

Nach der Geburt ihrer ersten Tochter, verließ sie die Werbebranche und nahm das Malen wieder auf. Sie produzierte mit großem Ehrgeiz und Eifer eine Vielfalt an Bildern und startete ihre Karriere als bildende Künstlerin mit zwei restlos ausverkauften Ausstellungen in Berlin. Der große Durchbruch gelang Freddy Reitz im Jahr 2002, als die Ausstellung ihrer „Berlin Serie“ zur Wiedereröffnung des Brandenburger Tores für internationales Aufsehen sorgte. Gegenstand dieser Serie, waren die Entwicklungen in der deutschen Hauptstadt seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bis heute. Die Tangente Russland – Berlin – USA ist bei der Betrachtung durch die Künstlerin zentraler Gegenstand.

Ihr Wohnort Berlin, dessen Geschichte sowie die ständigen Veränderungen dieser Stadt haben einen großen Einfluss auf ihr Werk. In ihren Arbeiten beschäftigt sich die Künstlerin unter anderem mit Medienwahn, Konsumterror sowie der Einflussnahme der Politik auf unseren Alltag.
Kurz: dem täglichen Wahnsinn, der uns umgibt.

Stilrichtung: Correspondent Art
„Correspondent Art“ initiiert eine kommunikative Verbindung zwischen Objekt und Betrachter. Die Bildinhalte projizieren seine Persönlichkeit bezüglich des Konsum- und Kiezverhaltens. Der Umgang mit dem Objekt ist sehr direkt, oftmals vieldeutig. Die Art der Darstellung bewusst plakativ.